Kinopreis des
Kinematheksverbundes

Der Kinopreis des Kinematheksverbundes wird seit 2000 jedes Jahr vom Kinematheksverbund im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) an die kommunalen und nicht-gewerblichen Kinos für das Filmprogramm des Vorjahres vergeben.

Die Regularien, die Formulare und weitere Informationen zur Teilnahme 2022 finden sich auf der Homepage der Stiftung Deutsche Kinemathek.

Bewerbungsschluß ist Mittwoch, der 31.05.2022


Die Preisvergabe findet im Rahmen von »Film Restored. Das Filmerbe-Festival« statt.

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Der Kinopreis 2021


Die 22. Vergabe des Kinopreises des Kinematheksverbundes fand 2021 vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie unter besonderen Bedingungen statt. Da im vergangenen Jahr kein durchgehender Spielbetrieb stattfinden konnte und die Kinos sich existenziellen Herausforderungen stellen mussten, wurde der Kinopreis in diesem Jahr vor allem im Sinne einer solidarischen Unterstützung vergeben. Das Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro wurde daher auf 26 Kinos verteilt, die für ihre Maßnahmen zur Bewältigung dieser Herausforderung Anerkennung verdienen.

Die Jury war nach Sichtung der Einreichungen tief beeindruckt von der Energie und Kreativität, mit der die Kinobetreiber*innen den Kontakt zu ihren Besucher*innen gehalten oder sogar ausgebaut haben. Das Selbstverständnis des Kinos als eine der nahbarsten Kunst- und Unterhaltungsformen hat sich hier in besonderer Weise bestätigt.

Für die Wahl der Preisträger hat die Jury strukturelle Fragen ebenso wie die wirtschaftlich prekäre Situation vieler Kinos und ihrer Mitarbeiter*innen und Kollektivmitglieder diskutiert. Online-Kino und virtuelle Formate, die vielerorts entstanden, verdienen Anerkennung, sollen aber keinen Ersatz für das analoge Kino darstellen, sondern vielmehr in dessen Dienst stehen, das heißt einem neuen, unter Umständen sogar größeren Publikum trotz der digitalen Form Gemeinschaftserlebnisse ermöglichen.

Der Lotte-Eisner-Preis, die Spitzenauszeichnung des Kinematheksverbunds, wurde in diesem Jahr unter solidarischen Gesichtspunkten auf vier Kinos verteilt. Diese vier Hauptpreise in Höhe von jeweils 2.000 € gehen an folgende Kinos:

An das Filmforum Höchst, in einem prekären Vorort von Frankfurt am Main gelegen und Teil der Volkshochschule, das seinem Publikum trotz allem ein abwechslungsreiches Programm mit Filmreihen (»Plansequenz«, »Kino der Weimarer Republik«, »Fellini«), Festivals (»Cinebrasil« und »Cuba im Film«) und Open-Air bot. Die Auszeichnung soll zudem als weitere Ermutigung nach dem vollzogenen Generationswechsel gelten.

Das Kommunale Kino Freiburg suchte in vielen verschiedenen Aktionen den Kontakt mit dem Publikum. Besonders hervorzuheben sind die »Living Walls Kinowanderungen«, mit denen Kurzfilmprogramme (zum Teil mit Live-Klavierbegleitung) in die Innenhöfe der Stadt verlegt und auf Hauswände projiziert wurden. Das Programm im Kino selbst ermöglichte den Zuschauer*innen filmische Reisen, zum Beispiel mit Werken von Ulrike Ottinger.

Das Kommunale Kino Metropolis in Hamburg zeigte viel Eigeninitiative. Zu seinen Aktivitäten gehörten »Das gläserne Archiv« mit Videominiaturen aus dem Archiv der Kinemathek Hamburg, ein Adventskalenderquiz mit Freikartenverlosung, der Hamburger Kinokalender, die »Archivsprechstunde« und dann – zurück im Kino – die Filmreihe »Blick ins Archiv« mit 16mm- und 35mm-Kopien aus eben diesem Archiv.

Das Kommunale Kino Pforzheim dachte den Gedanken des Open-Air-Kinos besonders weit und setzte ihn auf originelle Weise um: Das Team organisierte nicht nur ein Autokino, sondern besuchte mit mobiler Projektionstechnik auch ein Kloster, eine Kirche, ein Museum, eine Schule und eine Autobahnbaustelle.

Weitere 22 Kinos werden für ihre Arbeit mit jeweils einem Preis in Höhe von 1000.- € honoriert:

SİNEMA TRANSTOPIA (Berlin)

Savoy (Bordesholm)

CITY 46 / Kommunalkino (Bremen)

Ankersaal (Burghausen)

Kino achteinhalb (Celle)

Clubkino im Lingnerschloss (Dresden)

Pupille (Frankfurt am Main)

Lumière (Göttingen)

B-Movie (Hamburg)

Kino im Sprengel (Hannover)

Lodderbast Kino (Hannover)

Kinemathek Karlsruhe

Kino in der Pumpe – Kommunales Kino Kiel

Cinémathèque (Leipzig)

Kommunales Kino der VHS Leverkusen

Cinema Quadrat (Mannheim)

Filmmuseum München

Filmhaus Nürnberg

Kommunales Kino Rendsburg

Kino achteinhalb (Saarbrücken)

Kommunales Kino Trossingen

Kommunales Kino Weiterstadt

Die Jury gratuliert den Preisträgern und wünscht allen Kinos und ihren Mitarbeiter*innen weiterhin viel Kraft und gute Einfälle für die Kinoarbeit mit einem Publikum in Präsenz, das das hervorragende Engagement schätzt, würdigt und unterstützt.

Zur Jury

Die fünfköpfige Fachjury wird für jeweils drei Jahre entsandt. Seit 2019 gehören Carolin Weidner (Verband der deutschen Filmkritik), Michael Höfner (AG Verleih), Doris Kuhn (Bundesverband kommunale Filmarbeit), Madeleine Bernstorff (Kinematheksverbund) und Philipp Aubel (Bundesverband Jugend und Film) der Jury an.

Die Preise der Vorjahre


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*** Die Mitteilungen zu den folgenden Jahren fehlen aktuell leider noch ***

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